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Kinder im Bann der Zauberflöte
Kölner Stadt-Anzeiger
von HELGA RAMLER,18.07.2002
Die Mädchen und Jungen der Grundschule Mengenicher Straße sangen und
spielten eine Oper von Wolfgang Amadeus Mozart.
VON HELGA RAMLER
Bocklemünd- Eine "lustige Rolle" hat er sich gewünscht und
ein "Naturmensch" ist er sowieso. Deshalb hat sich Tobias Wehling den "Papageno" ausgesucht,
seine Lieblingsrolle in Wolfgang Amadeus Mozarts Zauberflöte. "Das
Lied vom Vogelfänger hat mich von Anfang an fasziniert", sagt der Zehnjährige
selbstbewusst und streicht über die Federn seines Kostüms. Mit Mozart
war er schon lange vertraut, weil seine sieben Jahre alte Schwester doch auch
schon "so gerne Klassik hört". Und musikalisch ist Tobias auch,
singt im Schulchor und spielt Klarinette. Auch die Mama hat musisches Talent.
In alle Rollen aus Mozarts Oper ist sie bei den Proben geschlüpft, um mit
Tobias den Text zu üben. Davon hat er am Ende sogar geträumt, vom Vergessen,
dem berühmten Black-Out - grundlos, wie sich bei der Premiere in der Grundschule
Mengenicher Straße zeigte.
" Unsere Kinder singen nur noch Mozarts Lieder, berichten mir viele Mütter
und Omas", sagt Schulleiterin Ute Teckentrup. Fast ein ganzes Jahr wurden
die Schülerinnen und Schüler der beiden vierten Klassen auf die Aufführung
zum Abschluss der Grundschule vorbereitet. Im Musikunterricht lernten die Viertklässler über
Mozart und seine Zeit, dann hörten sie sich CDs an und schauten Videos,
um sich mit der Oper vertraut zu machen. Aber auch die Eltern halfen: Sie sangen
auf der Bühne im Chor. Und vor allem die Mütter entwarfen und nähten
die prachtvollen Kostüme.
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